Arbeiten im Ausland während dieser besonderen Zeit!

9. Juni 2020 von
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Ilona Buchheister  ◦  518 Mal angeschaut  ◦  4 Minuten Lesezeit
Ilona Erfahrung

Ilona hat während der Corona Krise einen Job im Ausland finden können. Im Folgenden teilt sie ihre persönlichen Erfahrungen mit dir. Lasse dich inspirieren!

Warum hast du dich trotz der COVID-19-Situation entschieden, im Ausland zu arbeiten?

Seit dem Jahr 2005 lebe ich in Spanien, und daher kenne ich natürlich das Leben im Ausland. Ich bin zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen, aber mir ist Spanien eine zweite Heimat geworden. 2019 war ich auf Jobsuche und ich wollte über meine Grenzen hinauswachsen. Bereits im Dezember erhielt ich die Zusage für einen Job in Griechenland. Dieses Jobangebot nahm ich natürlich direkt an. Und das war ein echter Glücksgriff, denn ich habe für diese Firma bereits in Portugal gearbeitet.Und so bin ich im Januar 2020 mit 2 Koffern und Handgepäck in Richtung Griechenland gereist, denn nicht nur Kleidung ist wichtig, sondern auch persönliche Dinge  gehören einfach mit dazu.

Welchen Job hast du angefangen? 

Ich habe als Kundenberater in einem Contact Center begonnen. Hiermit habe ich bereits in der Vergangenheit Erfahrungen gesammelt. Viele große bekannte Firmen betreiben Outsourcing. Das bedeutet, dass die großen Firmen ihre Arbeit an eine andere Firma übertragen. Funktioniert sehr gut! Und zu meinem großen Vorteil bereitet mir Telefonieren, Menschen beraten auch noch eine große Freude!

Merkst du viel von der Situation, während du im Ausland arbeitest?

Die ersten Wochen in Griechenland verliefen ganz ruhig, denn niemand schien irgendetwas mit dem  Corona Virus zu tun zu haben. Mit dem Bus zur Arbeit und dann nach Feierabend wieder zurück nach Hause. Denn natürlich musste ganz schnell eine Wohnung her. 

Doch dann ging alles recht schnell mit dem Coronavirus. Im Fernsehen wurde täglich berichtet. Die erste merkliche Auswirkung war beim Einkaufen. Man musste Abstand halten und wurde nur noch einzeln reingelassen. Aber es war ansonsten im Grunde genommen wie immer, also volle Regale, keinerlei Notstand. An den Kassen waren Markierungen auf dem Boden gemacht, damit der Abstand eingehalten werden konnte. Im Rest von Europa spitzte sich die Lage zu, und es kam ein Lockdown nach dem anderen. Hier in Griechenland kam es dann natürlich auch dazu. Doch verlief es hier alles ganz anders. Es waren kaum Leute auf den Straßen und die Menschen blieben zu Hause. Innerhalb von etwa 3 Wochen hat meine jetzige Firma es geschafft über 10000 Leute ins Home Office zu schicken. Das war Anfangs schon eine Umstellung, doch bereits nach wenigen Tagen lief alles so normal wie immer. 

Nach Feierabend gehe ich spazieren. Anfangs habe ich immer meine Ausweispapiere und mein Telefon dabei gehabt. Man schickte eine SMS an eine bestimmte Nummer mit einem Code. Zum Beispiel die Nummer 6 für Spazieren gehen. Es gab kaum Polizeikontrollen, also alles in allem sehr ruhig und gesittet.

Ilonas Aussicht

Warum würdest du jemandem, der jetzt den Schritt ins Ausland wagen möchte, empfehlen, im Ausland zu arbeiten? 

Es ist egal ob man von Deutschland ins Ausland geht oder so wie bei mir, von Spanien. Ich kann es nur jedem empfehlen, denn im Ausland zu arbeiten ist schon eine besondere Erfahrung. Man lernt andere Länder und Sitten kennen, und hat einen Job. Darüber hinaus ist es ein sehr großer Gewinn im persönlichen Bereich sowie auch im Arbeitsbereich. Grundlegende Englischkenntnisse sollten vorhanden sein, denn meistens ist die Firmensprache Englisch, doch das bekommt jeder hin. Und noch ein ganz anderer wichtiger Hinweis: das Alter spielt keine Rolle! Es werden Schulungen gegeben, und natürlich auch ein Training vor Beginn des neuen Jobs.

Was ist etwas Besonderes, das du in dieser Situation oder überhaupt während deiner Zeit im Ausland bereits erlebt hast? 

Das Besondere ist nach wie vor das Kennenlernen anderer Länder und anderer Sitten. Das ist im Prinzip fast wie Urlaub, denn es gibt natürlich die normalen freien Tage und auch Urlaubstage.

Wie verlief deine Reise dorthin? 

Mir wurde mein Flug und eine Unterkunft für die ersten 2 Wochen bezahlt, und nach langem Warten ging es dann auch Anfang Januar los.. Der Flug war mit umsteigen. Ich bin von Malaga nach Frankreich, und von da aus nach Athen. Mitten in der Nacht kam ich an, aber leider ohne meinen Koffer. So bekam ich ein Notfall-Set. Am Flughafengebäude erwartete mich bereits ein Taxifahrer, um mich in meine Unterkunft zu bringen. Am nächsten Tag kamen dann auch schon meine Koffer, und ich freute mich schon auf den ersten Schulungstag.

Bist du bereits auf persönliche Weise gewachsen? Wenn ja, auf welche Art und Weise? 

Die Arbeit im Home Office fordert schon viel Selbstdisziplin, aber merke ich dass mir das sehr viel Spaß macht. Ich bin nach wie vor mit meinen Kollegen in Kontakt, und wir tauschen uns aus. Doch für mich ist das wichtigste die Ersparnis von Zeit. Denn etwa 2 Stunden Zeitersparnis habe ich durch das Arbeiten zu Hause. Dadurch kann ich viele andere Dinge machen. Für die Zukunft kann ich mir auch beide Arten der Arbeit als Kombination sehr gut vorstellen.

Welche Tipps würdest du Bewerbern geben, die derzeit ins Ausland gehen möchten? 

Meiner Meinung nach ist eine finanzielle Rücklage sehr wichtig. Denn das erste Gehalt kommt meist erst nach 4 Wochen. Ansonsten einfach Spaß haben an der Arbeit, und die Freude daran etwas neues zu lernen.


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