Lebensmittelpunkt Niederlande

5. September 2019 von
Foto von Lea Pelzer
Lea Pelzer  ◦  1074 Mal angeschaut  ◦  2 Minuten Lesezeit
Wochenendausflug nach Leiden

Studieren oder doch lieber Ausbildung? Deutschland oder Ausland? Meine Erfahrungen zum studieren und leben in den Niederlanden.

Als ich im Jahr 2015 mein Abitur abschloss, wusste ich noch nicht so wirklich, was ich nun mit meinem Leben anzufangen sollte. Nachdem ich ein halbes Jahr gearbeitet hatte, entschied ich mich letztlich doch dazu, ein Studium zu beginnen. Aber wo? In Deutschland bleiben oder doch lieber ins Ausland? Meine Internetrecherche brachte mich in die Niederlande. Kurzer Hand habe ich mich beworben, wurde angenommen und zwei Wochen später zog ich bereits um. 

 

Das Bewerbungsverfahren war simpel und nahm wenig Zeit in Anspruch. Der Umzug war auch relativ schnell geplant und verwirklicht, meine Familie unterstützte mich von Anfang an. Mit Hilfe von Facebook-Gruppen hatte ich Kontakt mit anderen Studenten aufgenommen, die ein Zimmer in ihrer WG frei hatten. Zu diesem Zeitpunkt musste ich mich auch um so gut wie keine Versicherungen und weiteres kümmern, da ich als Deutsche in die EU-Regulierungen falle. 

Neben meiner riesigen Vorfreude und Neugier auf ein neues Leben war es dennoch schwer meine Familie und meinen Freund zurückzulassen. 

Angekommen in den Niederlanden wohnte ich in einem Studentenhaus zusammen mit fünf anderen Studenten. Vier Niederländer, ein Thailänder und ich. Ein bunter Mix von Nationalitäten und Kulturen und so kam es, dass wir hauptsächlich Englisch miteinander sprachen. Auch in der Uni war Englisch die primär gesprochene Sprache. Nach einigen Wochen verbesserte sich mein Englisch ungemein, worüber ich sehr froh war. Zum Zeitpunkt der Entscheidung Deutschland zu verlassen, war mein Englisch nicht unbedingt schlecht, doch brauchte ich erst etwas Zeit, um mich an die neue Sprache zu gewöhnen, die die Grundlange für meinen neuen Alltag bilden sollte. 

 

In der Uni lernte ich einen Haufen neuer Leute kennen, vor allem natürlich Niederländer. Viele von ihnen zähle ich heute zu meinen engsten und besten Freunden. Zwischen Lerngruppen-Meetings, gemeinsamen Lunch-Pausen und Partys lernte ich auch die Niederländische Sprache und die Kultur kennen.

Meine Niederländisch Kenntnisse ermöglichten es mir nicht nur ein halbes Jahr auf Niederländisch zu studieren (was meinem Niederländisch einen enormen Boost gab), sondern auch hier nebenbei zu arbeiten (was meinem Studentenbudget einen Boost gab).

Aussicht von meinem Balkon
Aussicht von meinem Balkon

Alles in allem bin ich mehr als glücklich, in die Niederlande gegangen zu sein, da ich hier mittlerweile meinen Lebensmittelpunkt habe. Ich bin Praktikantin bei Grenzenlosarbeiten, wo ich meine Deutsch- und Niederländisch Kenntnisse miteinander verknüpfen kann. Außerdem habe ich eine schöne Wohnung in Groningen finden können die ich stolz mein Zuhause nenne und habe tolle und herzliche Freunde. 

Zudem spreche ich zwei Fremdsprachen fließend, was mir privat und im Beruf viele Türen öffnet. 

Die bisherige Zeit in den Niederlanden hat mich sehr geprägt und ich habe mich zum Positiven verändert. 

 

Jedem, der die Chance hat, um ins Ausland zu gehen, möchte ich dies sehr ans Herz legen!

Sonnenaufgang am Kanal (Gracht) neben meinem Haus

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