Mein Traumjob als Animateur im Ausland!

10. Januar 2020 von
Foto von Sarah Mularczyk
Sarah Mularczyk  ◦  561 Mal angeschaut  ◦  4 Minuten Lesezeit
Show

Mein Name ist Sarah, ich komme aus der Nähe von Bonn, bin 20 Jahre alt und absolviere gerade ein Praktikum bei Grenzenlosarbeiten. Vor 2 Jahren hat mich mein Studium in die Niederlande geführt, wo ich seitdem lebe und meinem Leisure und Event Management Studium nachgehe. Jedoch stand ich letzten Sommer vor der folgenden Situation: Ich wollte raus aus meinem Studienalltag, was anderes sehen, ein Abenteuer erleben aber gleichzeitig auch etwas für meine Zukunft tun, indem ich meine persönliche Komfortzone verlasse und neue Erfahrungen sammele.

Für mich war schnell klar, dass ein Auslandsaufenthalt die perfekte Option ist, da ich durch mein Studium in den Niederlanden gelernt habe wie viel man von einem Auslandsaufenthalt lernen kann. Nur was für ein Abenteuer ist das richtige für mich? Reisen, Work and Travel oder doch an einem festen Ort  im Ausland arbeiten? Nach vielen Erzählungen einer Freundin über ihre Zeit als Animateurin in Griechenland, entschied ich mich dazu, dass das der perfekte Job für mich sein muss! 

Und  eins war mir klar: ich würde meine Komfortzone verlassen und Grenzen überwinden müssen!

Nach monatelanger Suche, Bewerbungen, Castings, kurzfristigen Absagen und vielen Enttäuschungen, bin ich dann auf die Webseite Grenzenlosarbeiten gestoßen…. und schon 5 Tage später stand ich mit gepackten Koffern am Flughafen und wartete auf meinen Flug nach Spanien. Alles war super leicht, da ich mich eigentlich um nichts kümmern musste. Der Flughafentransfer, die Flüge, sowie Unterkunft und Verpflegung wurden alles gestellt. Bis ich realisierte, dass ich in den nächsten zweieinhalb Monaten auf einer spanischen Insel leben und arbeiten würde hat es jedoch noch etwas länger gedauert.

Angekommen am Flughafen auf Mallorca ging es auch schon direkt ins Hotel. Dort wurde ich durch meinen Teamleiter und dem gesamten Team in Empfang genommen. Mit einer meiner Kolleginnen teilte ich mir dann auch mein Zimmer, das für die nächsten zwei Monate mein Zuhause sein soll.

Nach wenig Schlaf und der langen Anreise in der Nacht, ging es am nächsten Morgen direkt los! Um 8 Uhr morgens hieß es dann wieder aufstehen, rein in die mein neues Arbeitsoutfit und los zum Frühstücksbuffet im Hotel. Nach einem ausgewogenen Frühstück startete mein erster Arbeitstag! 

Unsere Aussicht aus dem Büro der Animateure
Unsere Aussicht aus dem Büro der Animateure

Da ich mitten in der Hochsaison ohne jegliche Erfahrung zu meinem Team dazu kam, hieß es sehr schnell: Grenzen überwinden und allen Scham verlieren.

Ich startete als Allround Animateur. Dadurch waren alle meine Tage sehr abwechslungsreich. Als Kinderanimateur war ich im Kids Club unterwegs, wo ich mit Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren Spiele gespielt, gemalt und gebastelt habe. Jeden Tag gab es aber noch besondere Aktivitäten, die das Highlight aller Kindern waren. So gab es zum Beispiel am Zirkustag eine Zirkusaufführung, die wir mit den Kindern einstudiert haben und später vor den Eltern aufgeführt wurde. Und am Piratentag gab es natürlich auch eine kleine Schatzsuche.

 

Mit den sogenannten “Maxis”, Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren, habe ich meistens mit Sportaktivitäten wie zum Beispiel Fußball, Wasserball oder Dart animiert. An anderen Tagen übernahm ich aber auch das Erwachsenen Programm meiner Kollegen. Hier standen auch hauptsächlich Sportaktivitäten auf dem Plan. Beach Volleyball war hier der Favorit der Erwachsenen und stand täglich auf dem Programm. Nach einigen Wochen ging auch ein anderer Traum für mich in Erfüllung: Ich durfte Fitnesskurse für Erwachsene geben! Wassergymnastik und verschiedene Workouts waren in unserem Hotel immer sehr beliebt.

Minigolf

Am Abend stand dann für alle Entertainer die Mini Disco und eine Show auf dem Programm. In der Minidisco wurden unsere kleinen Gäste mit verschiedenen Tänzen glücklich gemacht und ausgepowert. Danach waren unsere größeren Gäste an der Reihe, denen wir verschiedene Shows boten. Egal ob Musical oder ein Musikquiz, jeden Abend wurden wir mit einem tobendem Applaus für die Show und den Tag gelobt.

Nicht nur der Spaß der mir die Arbeit brachte, sondern auch die vielen schönen Erlebnisse die ich in meiner Freizeit erfahren durfte, machten diese Zeit zu einem echten Abenteuer. In einem niederländischen Team mit drei Deutschen und einem Spanier habe ich auch sehr schnell neue Freundschaften geschlossen, denn eins hatten wir gemeinsam: wir haben den Schritt gewagt alleine ins Ausland zu gehen! Egal ob Roadtrips durch Mallorca, Tagesausflüge zu den schönsten Stränden der Insel, einen Abend in unserer Stammbar oder Fallschirmsegeln mit einer wunderschönen Aussicht, jedes Erlebnis hat uns mehr zusammen geschweißt! Natürlich gab es auch mal Zeiten, in denen nicht alles so einfach war und es auch mal Probleme gab, aber die habe ich unter den ganzen schönen Erinnerungen schon total vergessen. Heute bin ich  froh, dass alles so gelaufen ist, da ich in den schwierigen Situationen auch einiges lernen durfte. 

Zurück in den Niederlanden, kann ich sagen dass Arbeiten als Animateur die beste Entscheidung für mich war. All meine neu geschlossenen Freundschaften bestehen noch heute, auch wenn das manchmal gar nicht so einfach ist, da jeder zurück in seinem Alltag ist. Allerdings stehen wir noch in regelmäßigem Kontakt und planen schon bald ein Treffen. Durch die Herausforderungen, vor denen ich als Animateurin stand, habe ich einige Grenzen überwunden und bin über mich hinausgewachsen. Am Ende der Saison stand ich selbstbewußt auf der Hotel Bühne und habe das Abendprogramm auf 4 Sprachen moderiert. Und Ich hatte keiner Scheu mehr, in einer Show vor einem Publikum von hunderten Leuten zu performen. Unverhofft bin ich auch meinem Ziel, mein Niederländisch zu verbessern, einen Schritt näher gekommen. Da ich in einem Hotel mit sehr vielen niederländischen Gästen eingesetzt wurde und mein Team auch überwiegend aus Niederländern bestand, war das die beste Grundlage um meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

 

Dieses Abenteuer hat mir noch einmal gezeigt, dass Auslandserfahrungen eine Investition in die Zukunft sind. Das hat mich auch zu meinem Praktikum bei Grenzenlosarbeiten bewegt, denn ich möchte mehr Menschen zeigen wie viel mehr ein Abenteuer im Ausland wert ist. 

Ich hoffe das ich mit meiner Arbeit hier mehr Menschen bewegen kann, diesen Schritt zu wagen. 

 

Falls ihr noch mehr Inspiration braucht oder Fragen habt könnt ihr mich auch gerne kontaktieren!

 

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