Ein komplettes Kofferset dabei: dann mal schleppen!

26. Juli 2018 von
Foto von Layla Wiersma
Layla Wiersma  ◦  1605 Mal angeschaut  ◦  3 Minuten Lesezeit
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Ich stieg ins Flugzeug und mein Abenteuer begann.

Meine Erfahrungen in Madrid

Da stand ich dann auf dem Flughafen mit all meinen Koffern, bereit um das Abenteuer zu beginnen. Ein Praktikum im Ausland, etwas das weit oben auf meiner bucket-list stand, brachte mich nach Madrid. Ich hatte ein komplettes Kofferset dabei: groß, mittel und klein; dann mal schleppen! Denn ja, ich gehe für 6 Monate weg. Das Praktikum hatte ich zusammen mit einer Schulfreundin organisiert. Sie war schon eher nach Madrid geflogen um dort mit ihrer Familie noch ein paar Tage Urlaub zu machen. Also stand ich alleine am Gate und sollte zum ersten Mal in meinem Leben fliegen. Meine Familie hatte mich am Sicherheitscheck verabschiedet, ich lief durch den Flughafen und stiegt voller Spannung in das Flugzeug. Ich dachte noch: "Was habe ich hier angefangen?". Ich hatte viele Geschichten darüber gehört, wie schrecklich Fliegen ist und wie schwierig es ist in einem fremden Land zu arbeiten. Trotzdem wollte ich es einfach erleben und entschied mich darum, im Ausland zu arbeiten. Da war ich also, das Flugzeug flog los und mein Abenteuer begann.

Mein Praktikum machte ich bei Javier im Betrieb Atlantis Target. Ein Fotograf, der vor allem viel mit Kommunikation und Modefotografie macht. Er hatte Aufträge von bekannten Marken und Zeitschriften, wie zum Beispiel Nike, Douglas, Nintendo, Britain's Next Topmodel TV und noch vielen anderen Marken. Während meines Praktikums hatte ich oft wenig zu tun. Javier war oft unterwegs und es gab keine Möglichkeit um eine zweite Person mitzunehmen. Ich durfte aber ein Mal mit nach Frankreich. Das war meine liebste Erfahrung die ich machen durfte, während ich im Ausland arbeitete. Wir waren 4 Tage lang ein Team, welches aus dem Auftraggeber, einem Designer, einem Model, Make-up und Haar-Stylist, einem Kameramann, einem Fotografen und mir bestand. Wir waren in Nord-Frankreich in einem wunderschönen Château. Ich durfte ich der Honeymoon-Suite übernachten. Ich wusste nicht wie mir geschah, aber es waren die einzigen Zimmer die es gab. Einen Tag verbrachten wir in Paris. Auf dem Weg dorthin kam ich mit dem Model ins Gespräch. Ich wurde neugierig und fragte sie über das Model-leben aus: "Ich mag es, aber ich kenne es auch nicht anders" erzählte sie. Schon als kleines Mädchen musste sie modeln. So habe ich die verschiedenen Seiten kennen gelernt. Es was eine besondere und beeindruckende Erfahrung!

Da ich nicht so viel Arbeit hatte, hatte ich mehr Zeit um die Kultur von Madrid zu entdecken. Ich fand das überhaupt nicht schlimm! Zusammen mit meiner Schulfreundin nahm ich Spanischstunden. Wir dachten, in einer Hauptstadt wie Madrid, würde man Englisch sprechen. Leider nicht! Am Anfang haben wir sehr viel mit Händen und Füßen kommuniziert. Auch eine ganz neue Erfahrung. Wir konnten eine gute Beziehung zu unserer Sprachschule aufbauen, machten Fotos für deren Website und durften sogar eine Ausstellung organisieren: Das Leben in Madrid. Wir waren zusammen viel Unterwegs und erkundeten Madrid mit der Metro. Madrid ist eine besonders schöne und kulturelle Stad. Die Innenstadt hat die Ausstrahlung einer echten Weltstadt. Madrid hat außerdem eine unglaublich grüne Umgebung. Aber die Fülle an Möglichkeiten und das Gefühl von Diversität zog mich am meisten an. Madrid lebt auch Nachts. Ausgehen war dort wirklich super! Man sah Menschen jeden Alters (18+ natürlich) und alles war egal. Es gab viele Möglichkeiten zu tanzen und super Musik.

So viele Erfahrungen, die ich mitnehmen, obwohl ich doch vielleicht das Ein oder Andere anders machen würde. Trotzdem glaube ich, dass jede Situation die ich erlebt habe, mich wieder einen Schritt weiter bringt. Es ist alles ein Lernprozess. Ich konnte mich so sehr weiterentwickeln während ich im Ausland gearbeitet habe. Mehr Wissen, mehr Selbstständigkeit, Offenheit, Anpassungsvermögen, Akzeptanz und Mut. Wenn man etwas einfach macht, merkt man schnell, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist. Man muss nur über die Schwelle treten. Das Erfolgsgefühl was man dann erlebt ist unglaublich. Ich denke, wenn du jemals die Chance bekommst im Ausland zu arbeiten, dann solltest du die Chance ergreifen. Die Welt ist eine "harte" Welt, aber ich denke, es ist so hart wie du es dir machst. Das wichtigste ist, dass du du selbst bleibst, wo du auch hin gehst. Ich hoffe, noch viel mehr wachsen zu können und Erfahrungen auf der ganzen Welt zu sammeln. Oh ja, und less is more! Nimm also nicht 3 Koffer mit, sondern halte es simpel!

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Kommunikationsmitarbeiter Spanien

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